Wird eine kritische Masse in einem Atomkraftwerk benötigt?

Zu dieser Frage gibt es geteilte Meinungen, sodass es sehr schwer zu sagen ist, welche von diesen Meinungen auch wirklich wahr ist. Beide haben natürlich deren Argumente und es liegt eigentlich immer an der Betrachtungsweise, zur welcher Antwort man am Ende kommt. Beim Spalten beispielsweise eines Uran-Kernes wird eine Kettenreaktion ausgelöst, sodass eine gewisse Anzahl an Neutronen freigegeben wird. Diese Masse kann dann weiterhin eine neue Spaltung auslösen und das solange, bis es möglich ist. Wenn man eine bestimmte geometrische Anordnung hat, in der dann eine ausreichende Zahl an Neutronen in einer bestimmten Ordnung bleiben, dann kann daraus eine selbst erhaltende Kettenreaktion ausgelöst werden. Damit ist aber der ganze Prozess nicht fertig. Bei der nuklearen Spaltungs-Kettenreaktion im AKW wird die Kernenergie dann in Form von bestimmter Wärme freigegeben, die dann das Volumen der ganzen Anordnung ausdehnen kann. Dieses Verfahren wird auch unter dem Begriff Wärmeausdehnung bezeichnet. Wenn sie die Anordnung ausgedehnt hat, dann kommt es auch zu einem bestimmten Abstand zwischen den jeweiligen Kernen in der Anordnung. Dies führt schließlich dazu, dass auf einen Kern weniger freie Neutronen treffen können, und dass mehr Neutronen dann aus der, bzw. durch die so genannte Anordnungs-Oberfläche entkommen können. Daraus schließt sich, dass das Abreißen einer nuklearen Spaltungs-Kettenreaktion das Resultat dieser Reaktion ist. Man benötigt also auch in dem AKW eine kritische Masse, um Energie zu erzeugen.