Wieso erfolgt die Uran-Spaltung erst ab einer gewissen Menge?

Es ist bekannt, dass alle Kernspaltungen durch Neutronen ausgelöst werden. Bei einer Spaltung werden dann wieder Neutronen freigegeben, die dann die Rolle haben, weitere Spaltungen auszulösen. Wenn es sich um eine kleine Menge an spaltbaren Material handelt, dann verlieren sich die meistens dieser Neutronen in der Umgebung und erzeugen somit keine weitere Spaltung. Je größer auf einem kleineren Platz die Menge ist, desto größer wird auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Neutronen Kerne zum Spalten finden. Je größer die Menge, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Spaltung kommt. Doch diese Theorie bezieht sich nicht nur auf Uran und die Isotopen des Urans, sondern auch auf viele andere ähnlichen Materialien. Da in der Natur verschiedene Arten von Uran bestehen, spricht man dann von Uran 239 oder Uran 235, das ein angereichertes Uran ist. Dieses ist dann instabiler als es das Uran 238 ist und reagiert sowohl auf die anderen Neutronen anders. Bei der Anlagerung anderer Neutronen verwandelt sich Uran 238 erst in Uran 239 und danach durch den Betazerfall in Plutonium 239. Uran 235 jedoch, wird durch das Aufkommen neuer Neutronen zwei Teile geteilt. Diese Neutronen, die dadurch entstehen, werden dann für das Auslösen neuer Spaltungen benutzt. Es besteht dabei eine Regel, da dies nur möglich ist, wenn die Neutronen den Körper nicht verlassen. Deshalb spielt die kritische Masse auch hier eine Rolle.