Welche Rolle hat der Neutronenbeschuss bei der Atombombenkonstruktion?

Bei der Konstruktion einer klassischen Atombombe spielen die Neutronen eine wichtige Rolle. Eine klassische Atombombe wird auf eine besondere Art und Weise hergestellt, und zwar so, dass zu einem gewissen Zeitpunkt ein bestimmter Anteil der vom spaltbaren Materials zusammen kommt. Somit überschreitet dieses Material die kritische Masse, wobei die einzelnen Teile alleine dazu nicht fähig sind, sondern nur dann, wenn sie zusammenkommen. Sobald man die kritische Masse erreicht hat, werden Neutronen durch eine Neutronenquelle emittiert, wobei es zur Auslösung einer Kettenreaktion beim spaltbaren Material kommt. Auf diese Art und Weise wird die Zahl der Neutronen, die durch die Kernfusion neu erzeugten worden sind, größer, als die Zahl, die aus dem Material gekommen ist. Das heißt, dass nach dem Neutronenbeschuss mehr Neutronen entstehen. Für die Neutronenquelle wird meistens ein besonders dafür geeinigtes Material verwendet, nämlich das Polonium-Beryllium. Dieses muss dann in einem bestimmten Zeitpunkt vermischt werden, sodass eine Reaktion entsteht. Beim Spalten bestimmter Materien werden bestimmte Neutronen freigesetzt, wobei die Effizienz einer Atombombe davon abhängig ist, wie viele Neutronen wieder eingefangen werden. Somit können dann neue Spaltungen entstehen und noch mehr Neutronen freigeschaltet werden. Ein Atomkern muss also von einer bestimmten Menge an Neutronen beschossen werden, damit später eine Kettenreaktion entsteht, wodurch noch mehr Neutronen entstehen. Auf diesem Prinzip basiert dann die Herstellung einer Atombombe.