Was versteht man unter der Bezeichnung kritische Masse?

Wenn man in der Physik einen bestimmten Terminus einführt, dann muss dieser immer erklärt werden. Dasselbe gilt auch für die kritische Masse. Diese Masse ist in der Regel eine Mindestmasse eines Objektes, welches aus einem spaltbaren Nuklid besteht. Diese Masse ist erforderlich, damit eine effektive Produktion von Neutronen und eine Kettenreaktion ausgelöst werden kann. Somit entsteht während jeder dieser Kernspaltungen ein Neutron, welches dann die Rolle hat, eine andere Spaltung hervorzurufen. Die anderen Neutron verlassen dann das bestimmte Objekt und lösen keine Spaltung aus, werden aber trotzdem absorbiert. Die kritische Masse an sich ist von mehreren Sachen abhängig. Einerseits ist sie von der Dichte, aber auch von der Form des bestimmten Objekts anhängig, andererseits auch davon, ob in den Substanzen entweder moderierende oder absorbierende Substanzen vorkommen. Natürlich hängt die kritische Masse auch von der Anwesenheit des Neutronenreflektors beim Objekt. Daraus folgt, dass, je größer die Dichte ist, desto kleiner ist die kritische Masse. Wenn irgendein Objekt die Form eines Kreises hat, dann hat es als solches die kleinste kritische Masse. Durch einen Neutronenabsorber wird die kritische Masse absorbiert, wobei sie durch den Moderator nur verringert wird. Wenn man die kritischen Massen der vielen verschiedenen Nuklide miteinander vergleicht, dann haben diese eigentlich nur einen Bezug auf reines, unkomprimiertes Material, ohne das Vorhandensein eines Neutronenreflektors.